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Zweite Schleuse Wusterwitz für den Schiffsverkehr freigegeben

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr Daniela Kluckert, der Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg Guido Beermann und der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Prof. Dr.-Ing. Hans- Heinrich Witte haben gemeinsam mit Gästen die neu gebaute zweite Schleuse Wusterwitz für den Schiffsverkehr freigegeben.

Das erste Schiff, das die Schleuse passierte, war die Elektra, das weltweit erste emissionsfreie Schub-boot mit Brennstoffzellen-Antrieb.

Daniela Kluckert: „Die Inbetriebnahme der neuen Schleuse Wusterwitz ist ein weiterer Meilenstein für unser Wasserstraßennetz. Was wir hier heute mit unserem wasserstoffbetriebenen Schiff demonstrieren, ist ein Blick in die Zukunft – eine Zukunft mit emissionsfreien Schwerguttransporten zwischen Berlin und Hamburg. Das fertige VDE 17 wird damit die Autobahn, hier konkret die A2, entlasten und die Brücken schonen. Gleichzeitig trägt die Verlagerung von Verkehren auf das Wasser erheblich dazu bei, unsere Klimaziele zu erreichen.“

Mit der Fertigstellung der Schleuse Wusterwitz sind alle großen Bauwerke des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 umgesetzt. Das Projekt verbindet Berlin mit Hannover und über weitere Wasserstraßen auch mit dem Überseehafen Hamburg, dem Ruhrgebiet und dem Rhein.

Minister Guido Beermann: „Mit der heutigen Verkehrsfreigabe der Schleuse Wusterwitz haben wir eine leistungsstarke Alternative für die stark belastete West-Ost-Achse auf der Straße aber auch auf der Schiene. Es besteht nun eine Verbindung vom Rhein nach Berlin und somit eine Anbindung bis zum Hafen Duisburg, die noch deutliche Kapazität hat. Das verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig die Instandhaltung der Wasserinfrastruktur durch den Bund ist.“

Großmotorgüterschiffe mit einer Länge von 110 Metern und einer Breite von 11,45 Metern können jetzt die Strecke zwischen Hannover über Magdeburg bis Berlin durchgängig befahren. Auch für Schubverbände mit einer Länge von bis zu 185 Metern und für den zweilagigen Containerverkehr ist der Weg nun frei.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte: „Die neue Schleuse in Wusterwitz stärkt den umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff. Sie trägt zu einer besseren Auslastung der Schiffe und zu einer verlässlichen und sicheren Routenplanung bei. Das bedeutet für Reeder, Makler und Unternehmen mehr Planungssicherheit.“

Die Nutzlänge der neuen Schleusenkammer liegt bei 190 Meter und einer Kammerbreite von 12,50 Metern. Diese Abmessungen entsprechen den Anforderungen moderner Binnenschiffe. Zu den Hauptleistungen zählt der Bau einer 440 Meter langen Spundwand, die mit Pollern und Leitern ausgestattet wurde. Sie dient der Schifffahrt als Liege- und Wartestelle.

Insgesamt wurden bei der Baumaßnahme ca. 50.000 Kubikmeter Stahlbeton verbaut und ca. 200.00 Kubikmeter Erde bewegt.

Die Sportbootschifffahrt hat einen zusätzlichen Anleger und eine Sportbooteinsatzstelle erhalten.

Mitfinanziert wurde der Neubau der Schleuse Wusterwitz durch den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

 

Quelle & Kontakt

Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt
Telefon: 0228/7090-0

E-Mail: gdws@wsv.bund.de
 

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