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Die bremischen Häfen treten Initiative für emissionsfreie Seeschifffahrt bei

Das Thema „Nachhaltigkeit“ bekommt in den bremischen Häfen eine immer größere Bedeutung. Nach der Unterzeichnung der World Port Climate Declaration im Jahr 2008, in der sich die TOP 40 Welthäfen verpflichteten, aktiv den Klimawandel zu bekämpfen, und der seither konsequent verfolgten greenports-Initiative, gehen die bremischen Häfen nun einen Schritt weiter und treten der breit aufgestellten „Getting to Zero“-Koalition bei.

Dabei handelt es sich um eine globale maritime Initiative unter Beteiligung namhafter Schifffahrtsgesellschaften, Häfen, Banken, Klassifikationsgesellschaften und Industrieunternehmen, deren Ziel es ist, bis zum Jahr 2030 wirtschaftlich tragfähige Nullemissionsschiffe in Betrieb nehmen zu können.

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling: „Nachhaltigkeit ist für die bremischen Häfen somit schon länger ein sehr wichtiges Thema. Unser Ziel muss es sein, den Hafen perspektivisch komplett klimaneutral zu betreiben. Als ersten großen Zwischenschritt wollen wir es bis zum Jahr 2023 schaffen, die Hafeninfrastruktur CO2-neutral zu betreiben und forcieren deshalb auch verstärkt den Einsatz von CO2-armen oder ganz neutralen Lösungen.“

So wurde beispielsweise im Juni vom Senat der Bau von acht ortsfesten Landstromanlagen für die Seeschifffahrt und zwei zusätzlichen Anschlüssen für die Binnenschifffahrt beschlossen und ab Januar 2021 wird die verpflichtende Nutzung der Stromanschlüsse für die Binnenschifffahrt umgesetzt. Vor wenigen Monaten fand außerdem die deutschlandweit erste Schiff-zu-Schiff-Bebunkerung von LNG statt und auch beim Einsatz von emissionsarmen GTL (Gas to Liqiud) liegen bei der Bremerhavener Weserfähre erste, weiter ausbaufähige Erfahrungen vor.
Der „Getting to Zero“-Koalition haben sich mehr als 120 Unternehmen des maritimen Sektors sowie Regierungs- und sonstige Organisationen angeschlossen. Vertreten sind alle relevanten Akteure der maritimen Wertschöpfungskette: Von der Schiffsfinanzierung über den Bau, die Bereederung bis zu den Häfen und den Frachtunternehmen. Dadurch besteht die Chance, tatsächlich zu wirtschaftlich tragfähigen Lösungen zu kommen. Die Initiative zur Bildung der Koalition ging vom World Maritime Forum, der Organisation „Friends of Ocean action“ und dem World Economic Forum aus.

Senatorin Dr. Schilling: „Da wir uns im aktuellen Koalitionsvertrag klar zum Ziel einer emissionsfreien Schifffahrt verpflichtet haben, sind der Beitritt und die aktive fachliche Mitarbeit in der Zero Emission-Koalition absolut folgerichtig.“ Alle diesbezüglichen Maßnahmen, wie auch die regelmäßige Ausrichtung des „Bremer Kongresses für Nachhaltigkeit in der Schifffahrt – Sustainable Shipping“ sind auch Teil der „greenports“-Strategie der bremischen Häfen. Diese Nachhaltigkeitsstrategie hat bremenports 2009 als erstes Unternehmen der deutschen Hafenwirtschaft entworfen. Seitdem wird sie kontinuierlich weiterentwickelt.

 

Quelle & Kontakt:


Sebastian Rösener, Sprecher der Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Tel.: +49 421 361- 83155

E-Mail: sebastian.roesener@swh.bremen.de

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