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Hafen Lüneburg GmbH plant strategische Kooperation

Quelle: Hafen Lüneburg

Hafen Lüneburg GmbH plant strategische Kooperation mit der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (BEHALA) zum Aufbau einer „Zero-Emission Schifffahrtslinie“ zwischen Berlin und Hamburg mit Zwischenstopp auch in Lüneburg.

Die Hafen Lüneburg GmbH plant den Neubau einer E-Ladestation für Binnenschiffe im Hafen Lüneburg und die Schaffung der Voraussetzung dafür, dass das Schubboot „Elektra“ zukünftig mit Wasserstoff versorgt werden kann. Die E-Ladestation soll zusätzlich die Schnellladung von E-LKW, PKW und auch Sportbooten ermöglichen.

Anlass ist die konkrete Planung der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH (BEHALA), ein Unternehmen des Landes Berlin, das Schubboot „Elektra“ zu bauen. Das Schubboot wird einen Schubverband mit bis zu zwei Schuten bewegen können.  

Die „Elektra“ wird hybrid-elektrisch, d.h. mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen und Akkumulatoren fahren.

Primäre Zielsetzung ist es, mit dem neuen Schiffstyp die Emission von Luftschadstoffen sowie von Treibhausgasen zu begrenzen.

Der vom Fachbereich Entwurf & Betrieb Maritimer Systeme der TU Berlin (EBMS) und den Verbundpartnern entwickelte Versuchsträger wird vom BMVI und der BEHALA finanziert und von der Reederei Imperial betrieben. Mit dem Bau des Schiffes soll noch in 2019 begonnen werden.

Eingesetzt werden soll das Schubboot auf den Berliner Binnengewässern, aber auch zwischen Berlin und Hamburg und wird dazu auch den Mittelland- und Elbeseitenkanal befahren.

Daher planen die BEHALA, die TU Berlin und die Hafen Lüneburg GmbH bereits seit 2016 die technische Ausrüstung zur E-Ladung und die Wasserstoffversorgung im Hafen Lüneburg. 

Die Investitionen im Lüneburger Hafen, in Höhe von derzeit geschätzt 110 T€, werden durch das Land Niedersachsen, aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-Mittel), im Rahmen des Förderprogramms „Stärkung CO2-armer Verkehrsträger“, zu 50% gefördert.

Noch sind nicht alle technischen Details geklärt, aber mit der Installation in Lüneburg könnte Ende 2019 oder in 2020 begonnen werden, sobald mit dem Bau des Schubbootes begonnen wird. Der Bau des Versuchsträgers ist Voraussetzung dafür, dass in Lüneburg die Realisation startet.

Die BEHALA und die Hafen Lüneburg GmbH haben inzwischen ihre Zusammenarbeit intensiviert und planen zudem die vertriebliche Zusammenarbeit in Bezug des langfristigen Aufbaus einer „Zero-Emission-Transportkette“ auf dem Binnenwasserstraßennetzes zwischen Berlin und Hamburg und haben dabei aber auch die möglichen Schiffsverkehre über die Weser und den Elbe-Lübeck-Kanal im Blick. Eine entsprechende, verbindliche Absichtserklärung ist bereits abgeschlossen.

Dazu sind bereits erste Gespräche auch mit der Hamburger Hafenwirtschaft und der Hamburg Port Authority geführt worden. Dabei ist der Aufbau einer Containerlinie zwischen Hamburg und Berlin, mit Zwischenstopp in Lüneburg und zwei weiteren Häfen im Fahrtgebiet, geplant, die aufgrund des Schiffskonzeptes als Schubverband, eben mit Schuten, auch mit dem Transport von Massen- und Stückgut entlang der Fahrstrecke kombiniert werden kann.

Mit der Einrichtung einer Schifffahrtslinie Berlin-Hamburg, die auch dann regelmäßig in einem Fahrplan, den Hafen Lüneburg anlaufen würde, ergeben sich interessante Optimierungsmöglichkeiten in der Schiffs-Transportlogistik. So könnten z.B. im Hafen liegende Schuten direkt beladen werden, ohne Material zwischenlagern zu müssen oder Schuten könnten auch terminlich flexibler gelöscht werden. Mit seinen sieben Schiffsliegeplätzen und ca. 990 m Liegeplatzlänge ist der Binnenhafen Lüneburg ausreichend groß dimensioniert, um ein solches Konzept betrieblich umsetzen zu können.

Die Gespräche mit weiteren Hafenstandorten im Fahrtgebiet Berlin-Hamburg, an denen ebenfalls eine Ladeinfrastruktur geschaffen werden soll, d.h. in Niedersachsen und Brandenburg, sind bereits aufgenommen.

Die langfristige, weitere Entwicklung des trimodal erschlossenen, d.h. straßen-, bahn- und schiffsseitig, erschlossenen Hafenstandortes und der Industriebahnen ist insofern von Wichtigkeit für die Region Lüneburg, als das bedarfsgerechte, moderne Umschlagsmöglichkeiten und Transportkonzepte für die Wirtschaft auch zukünftig zur Verfügung stehen müssen, auch um mehr Waren- und Güter von der Straße auf die
Verkehrsträger Bahn und Binnenschiff verlagern zu können.

Hinzu kommt, dass gemäß aktueller Einschätzung der Branchenverbände des deutschen Speditionsgewerbes aktuell rund 45.000 Fahrerstellen nicht besetzt sind und bis 2020 insgesamt rund 150.000 Fahrer im Speditionsgewerbe fehlen werden. [ Quelle: logistik.watchblog.de ].

Insgesamt stehen in der Region Lüneburg rund 4.600 Arbeitsplätze, in der Land- und Fortwirtschaft, der Industrie und im Baugwerbe, direkt und indirekt mit dem Umschlag über die Hafen Lüneburg GmbH in Verbindung.

 

Kontakt:

Hafen Lüneburg GmbH

Herr Strehse, Geschäftsführer

Tel. 04131 85 69 0

oder

BEHALA

Herr Lichtfuß, Leiter Logistik 

Tel. 030 390 95 230

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