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Bedeutung der Wasserstraßen muss weiter und intensiver hervorgehoben werden - spc Mitgliederversammlung tagt in Hamburg

v. l. n. r.: Wolfgang Nowak (Mitglied des Vorstandes), Knut Sander (1. Vorsitzender) und Heiko Loroff (Mitglied des Vorstandes)

Am 04. April 2019 tagte die jährliche Mitgliederversammlung des spc in Hamburg. Auf dem Programm standen neben der Übersicht der Vereinsaktivitäten die Wahlen des Vorstandes an. Eine weiterhin gute Mitgliederentwicklung hat die Steigerung und Intensivierung von Aktivitäten forciert. Als jüngstes Mitglied konnte die EVONIK Technology & Infrastructure GmbH begrüßt werden.

Im Bericht des Vorstands verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende Knut Sander die enorme Bedeutung, auf verschiedenen Ebenen und durch breit aufgestellte Aktivitäten konsequent die entscheidende Rolle der Wasserstrassen aufzuzeigen. Diese Ebenen skizzierte Sander mit Beratung der Politik, Spediteuren und Verladern – Aus- und Weiterbildungsaktivitäten – Promotion / Marketing und Netzwerkarbeit. Er bezeichnete das spc als „einen offen ausgerichteten Verein“. Sander weiter: „Wir suchen die Zusammenarbeit und keine Abschottung oder einen Alleinvertretungsanspruch“. „Nur zusammen und im konstruktiven Dialog kann etwas bewegt werden“, ist sich Sander sicher. Daher engagiert sich das spc in einigen Fachausschüssen und Organisationen.  

Exemplarisch für die Binnenschifffahrt nannte spc-Geschäftsführer Markus Nölke die Mitarbeit des spc bei der Erstellung des Masterplans Binnenschifffahrt in den beiden Arbeitsgruppen

  • Maßnahmen zur Stärkung der Binnenschifffahrt in der multimodalen Transportkette
  • Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Binnenschifffahrt

Nölke stellte den Mitgliedern einen Entwurf zur Überarbeitung der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten des spc vor. Dies auch vor dem Hintergrund der Mitarbeit in der Arbeitsgruppe „Sicherung des Fachkräftebedarfs“, wobei das spc dies nicht nur auf die Binnenschifffahrt fokussieren will. „Was nütze es, für mehr Verkehr auf der Wasserstraße zu werben, wenn nicht ausreichend Personal vorhanden ist, um die Ladung zu lenken und zu bewegen“. Dies muss und kann verhindert werden. Ferner muss die Präsenz der Wasserstraße schon in der Ausbildung stärker gewährleistet sein. Daher ist das spc regelmäßig an Bildungseinrichtungen mit Gastvorlesungen vor Ort, wie z. B. am 25. April bei der Technischen Hochschule in Köln, und bietet die Betreuung von Master- oder Bachelorarbeiten an. Ergänzend könnte sich das spc die Präsenz auf Ausbildungsmessen, in Berufsvorbereitungsjahren (BVJ) sowie die Entwicklung von E-Learning-Modulen vorstellen. Im Mai ist das spc auf der Ausbildungsmesse „Einstieg“ in Frankfurt/Main vertreten und im November auf der “Berufe Live Rheinland“ in Köln.     

Für eine stärkere Berücksichtigung der Binnenschifffahrt bei Schwertransporten setzt sich das spc mit seinem Forum Sondertransporte ein. „Aktuell wollen wir mehr Transparenz erreichen und freuen uns über die Bereitschaft des Verfahrensmanagementsystems „VEMAGS“, Informationen zum Wasserstraßennetz zu integrieren. Dies unterstützen wir.“, erklärt Nölke. Daher wurde am 14. März auf einem Workshop in Bonn auf Einladung des spc auf der Arbeitsebene über die nächsten Schritte diskutiert.   

Für den Bereich Shortseashipping wurde exemplarisch auf folgende Punkte eingegangen:

Auf europäischer Ebene bringt sich das spc im European Shortsea Network (ESN) ein. Dies müsse allerdings reformiert werden. Das deutsche spc möchte dies maßgeblich begleiten. Die Reformen müssen sich in erster Linie auf die Struktur und operative Arbeit beziehen und im weiteren Kontext dann auch auf die Finanzierung des Zusammenschlusses von rund 20 europäischen Shortsea Promotion Centern (SPC). Zusammen mit dem ESN sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, wie der europäische Kurzstreckenseeverkehr gestärkt werden kann. Die Empfehlungen sollen so rechtzeitig erarbeitet werden, dass diese auch noch unterstützend für das neue EU Weißbuch zum Verkehr genutzt werden können. Nölke fasste den Zeitplan wie folgt zusammen: Vom 23. -26. Mai finden die Europawahlen statt, danach wird sich eine neue EU-Kommission bilden und nach Aufstellung der weiteren Ebenen wird auch die Arbeit an einem neuen Weißbuch beginnen. Nölke betonte, „daher ist es wichtig, sich bereits heute in Position zu bringen. Wir müssen soweit kommen, um letztendlich sagen zu können, wir haben uns eingebracht, anstatt diese Möglichkeit rückblickend ungenutzt zu lassen.“      

Die Bedeutung des Kurzstreckenseeverkehrs (KSSV) für europäische und deutsche Seehäfen hat das spc anhand einer beauftragten Ausarbeitung des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) über den Anteil des Containerverkehrs im (KSSV) für die Nordrange Häfen untersucht. Mit immerhin 37 % Anteil (14,7 Mio. TEU) am gesamten Containeraufkommen kann von einer großen Bedeutung gesprochen werden. 5,3 Mio. TEU werden im klassischen Shortseaverkehr bewegt und 7,8 Mio. TEU im Transshipmentverkehr (Feeder).  Auch für die deutschen Seehäfen hat der (KSSV) mit einem Anteil von rund 63 % enorme Bedeutung. Shortseaverkehre sind nicht nur Container. Auch RoRo Verkehre sind große Mengenbringer für die deutschen Seehäfen. Eine große europäische Bulker- und Trampflotte bringt neben den Linienverkehren große Mengen. Ein breit aufgestelltes Seehafenportfolio, mit großen sowie Universal- und Spezialhäfen, bietet in Deutschland eine gute Grundlage. Daher ist es dem spc wichtig, die Bedeutung des europäischen Seeverkehrs hervorzuheben und nicht nur auf interkontinentale Verkehre zu reduzieren. Die Mengen im RoRo- und Bulkverkehr will das spc zahlenmäßig in 2019 ausarbeiten, analog zur Containeranalyse, kündigte Nölke auf der Mitgliederversammlung an.    

Turnusmäßig standen auch wieder Wahlen zum Vorstand an. Der Vorstand setzt sich aus fünf Vertretern des Mitgliederkreises zusammen und soll damit die gesamte Transportkette repräsentieren. Im Amt einstimmig bestätigt wurden:

- Knut Sander zum Vorstandsvorsitzenden. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Robert Kukla GmbH aus München und Vertreter des Bereichs Spedition und Logistik.

- Torsten Westphal als stellvertretender Vorsitzender. Er ist geschäftsführender Gesellschafter bei ARKON Shipping GmbH & Co. KG und Vertreter des Bereichs Schifffahrt.

- Heiko Loroff als Mitglied des Vorstandes. Er ist Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH und Vertreter für den Bereich Häfen.

- Susanne Neiro von der K+S Transport GmbH ebenfalls als Mitglied des Vorstandes und Vertreterin für die Verladerschaft.

Ebenfalls einstimmig wurde Wolfgang Nowak, Vice President Commercial Shipping (dry) bei Imperial Logistics, als Vertreter für die Binnenschifffahrt neu in den Vorstand gewählt.

Im Beirat wurden zwei Positionen neu besetzt. Auf Christine Beine von der Handelskammer Hamburg folgt Jens Aßmann, stellv. Geschäftsführer im Geschäftsbereich Infrastruktur und Leiter Verkehr, Hafen, Schifffahrt. Für Kurt-Jürgen Schimmelpfeng wurde Stefan Saß, Geschäftsführer des Komitees Deutscher Seehafenspediteure (KDS) im DSLV, gewählt.       

Ausblick: Das spc wird auf der transport logistic Messe in München mit einem großen Gemeinschaftsstand vertreten sein. Am 13. Juni findet die Jahreskonferenz des ESN in Athen mit dem deutschen spc auf dem Podium statt. Am 12. September richtet das spc in Neuss einen Themenabend aus, auf dem das Mitglied die dbh Logistics IT AG aus Bremen den inhaltlichen Beitrag liefert. Am 23. und 24. September unterstützt das spc die Sustainable Shipping Conference in Bremen. Mit 52 Marktplatzteilnehmern und 500 Gästen plant das spc die 4.ShortSeaShipping Days, die am 18./19. März 2020 in Lübeck stattfinden.

 

Kontakt:

Markus Nölke

spc-Geschäftsführer 
E-Mail: noelke@shortseashipping.de
Phone: +49(0)228-300 4890

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