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EU-Förderung für höhere Transparenz im Short-Sea-Verkehr

Projektpartner ist das europaweite Netzwerk ESN / Deutsches Kompetenz-Center leitet den Arbeitsbereich Marktbeobachtung

Bonn, 20.02.2013 – Mit dem Ziel, bessere und gebündelte Marktinformationen über Short-Sea-Verkehre in Europa zu erhalten, ist nun ein von der EU-gefördertes Projekt mit dem Arbeitstitel „The way forward“ gestartet. Mit der Umsetzung betraut sind die über 20 im European Shortsea Network (ESN) zusammengeschlossenen Shortseashipping Promotion Center (SPC). Dabei übernimmt das deutsche Kompetenz-Center die führende Rolle für das Arbeitspaket „Marktbeobachtung“.

Anlass für das zunächst auf ein Jahr angelegte Projekt ist der Bedarf der EU nach transparenten Informationen über den Kurzstreckenseeverkehr, um eine fundierte Grundlage für künftige Entscheidungen zur Förderung von Short-Sea-Verkehren zu haben. „Mit der Übertragung dieser Aufgabe an das ESN stärkt die EU unser europäisches Netzwerk und bringt ihr Vertrauen in unsere Kompetenz zum Ausdruck“, erklärt Markus Nölke, Geschäftsführer des ShortSeaShipping Inland Waterway Promotions Centers, Bonn.

Das Projekt mit dem Arbeitstitel „The way forward“ ist mit einem Budget von

700.000 € ausgestattet, das sich zur Hälfte aus Fördergeldern der EU und zur Hälfte aus Arbeitsleistungen der ESN-Mitglieder zusammensetzt. Die Federführung hat der französische Partner Bureau de Promotion du Shortsea Shipping (BP2S) übernommen.

Für die konkrete Projektumsetzung sind drei Arbeitsbereiche eingerichtet worden. An allen ist das deutsche SPC beteiligt, darunter in einem in Leitungsfunktion. Die Arbeitsbereiche sind im Einzelnen:

• Marktbeobachtung, unter deutscher Leitung

• Umwelt, unter norwegischer Leitung und mit deutscher Beteiligung

• Promotion, unter belgischer Leitung und mit deutscher Beteiligung

Um eine professionelle Umsetzung zu gewährleiten, hat das deutsche SPC seine Personaldecke verstärkt. „Wir konnten für diese Aufgabe den ehemaligen Geschäftsführer des niederländischen SPC Sander van‘t Verlaat gewinnen, der uns für ein Jahr als General Manager European Affaires bei diesem Projekt zur Seite steht“, freut sich Nölke.

Die Ergebnisse des Arbeitsbereichs „Marktbeobachtung“ fließen in einen vierteljährlichen Marktbericht an die EU-Kommission ein. Nölke erklärt: „Eine Stärke des ESN ist es, den Inhalt praxisnah direkt bei den Marktteilnehmern zu ermitteln. Denn über die im ESN vertretenen nationalen SPC haben wir Kontakt zu den wichtigen Akteuren im Kurzstreckenseeverkehr der jeweiligen Länder.“

Neben der Kompetenz in den jeweiligen SPC bildet eine Umfrage bei den Marktteilnehmern eine wichtige Informationsquelle für den Bericht. Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, fordert Nölke die Vertreter der maritimen Wirtschaft, insbesondere Häfen und Reedereien, auf, sich zahlreich an der Umfrage unter www.shortsea.info/shortsea-forms.html zu beteiligen. Dies sei eine große Chance für die Marktteilnehmer, ihre Anliegen beizutragen. Eine vergleichbare Umfrage ist auch für den Arbeitsbereich Umwelt unter www.shortsea.info/forms.html online geschaltet.

Erste Ergebnisse des Arbeitsbereichs „Promotion“ sind bereits auf der Webseite des ESN unter www.shortsea.info sichtbar, die sukzessive neu gestaltet wird. In der Rubrik „News“ sind unter anderem ein E-Newsletter mit europaweiten Short Sea-Nachrichten sowie ein aktueller europäischer Veranstaltungskalender der Branche abrufbar. Das nächste wichtige Event auf der Agenda ist die Konferenz Shortsea 13, die am 14. März 2013 in Paris stattfindet.

Für das gesamte Projekt „The way forward“ erwartet Nölke, dass das Thema Short Sea vor dem Hintergrund der im EU-Weißbuch genannten Ziele noch einmal eine neue Qualität erhält. Angestrebt sei, Auswirkungen von Entscheidungen mithilfe der neu geschaffenen Instrumentarien besser zu bewerten.

Über das SPC

Das ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (SPC) ist ein nationales Kompetenz-Center zur Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs und der Binnenschifffahrt im Rahmen multimodaler Transportketten. Aufgabenschwerpunkt des SPC ist die neutrale Beratung von Verladern und Spediteuren. Im Vordergrund steht dabei die Verlagerung auf wassergebundene Verkehrsträger. Weitere Arbeitsinhalte sind die Unterstützung von Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) wird das SPC getragen vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Bundesländern, den Fachverbänden der Branche sowie privaten Mitgliedern aus Schifffahrt, Hafen, Logistik und Verladerschaft. Aktuell zählt das Kompetenz-Netzwerk mit Dienstsitz im Bundesverkehrsministerium in Bonn über 40 Fördermitglieder.

Weitere Informationen unter www.shortseashipping.de

Über das ESN

Das European Shortsea Network (ESN) ist ein Zusammenschluss aller bestehenden Shortseashipping Promotion Center (SPC) innerhalb der EU. Das sind über 20 neutrale nationale Beratungsbüros. Die Hauptaufgabe des Organisationsverbunds ist es, durch den engen Dialog mit der Europäischen Kommission europaweit den alternativen Verkehrsträger Kurzstreckenseeverkehr zu stärken. Wesentliche Schwerpunkte der ESN-Tätigkeit sind der fachliche Austausch mit der Politik, die Interaktion zwischen den beteiligten SPC zu relevanten nationalen Ansätzen sowie der europäischen maritimen Wirtschaft. Aufgrund seines hohen Engagements und des umfassenden Know-hows wird das ESN europaweit als Expertengremium wahrgenommen.

Weitere Informationen unter www.shortsea.info

Pressekontakt SPC

Markus Nölke, SPC-Geschäftsführer

Tel: +49 (0)228 - 300 4890

E-Mail: presse@shortseashipping.de

Stephanie Lützen – Lütpress

Tel: +49 (0)30 – 240 370 65

E-Mail: info@luetpress.de

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