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Kurzstreckenseeverkehr von hoher Bedeutung für den maritimen Standort in Deutschland

spc vertritt Branche auf der Nationalen Maritimen Konferenz

Bonn, 22. Mai 2019 – Aus Anlass der 11. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK), die am 22. und 23. Mai 2019 in Friedrichshafen stattfindet, weist das ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (spc) auf die hohe Bedeutung des Kurzstreckenseeverkehrs (KSSV) für den maritimen Standort und die Branche in Deutschland hin. Mit einem Anteil von rund 62% des Gesamtumschlags der deutschen Seehäfen ist der KSSV eine tragende Säule für den Erfolg und die Wertschöpfung des maritimen Sektors.

Nicht nur hohe Umschlagsmengen, sondern vor allem auch eine breite Vielfalt unterschiedlicher Verkehrsarten, wie z. B. Container Shortsea- und Feeder, RoRo und RoPax, Coaster für Bulk- und Projektverschiffungen, Fluss-See- und Binnenschifffahrt sorgen für Stabilität und bieten ein universelles Portfolio. Gerade diese Vielfalt gewährleistet eine breit aufgestellte Hafenlandschaft. Neben den großen Häfen Bremen/ Bremerhaven und Hamburg sind hier exemplarisch die Häfen Brunsbüttel, Lübeck, Kiel, Mukran, Rostock, Wismar, Cuxhaven, Brake, Emden und weitere genannt.  

Das Motto der Konferenz lautet: Deutschland maritim global – smart - green

„Bei den drei Eigenschaften „global“, „smart“, und „green“, nimmt der KSSV eine Vorreiterrolle ein. Zahlreiche Projekte, vor allem die erfolgreiche Umsetzung starker Emissionsauflagen in Nord- und Ostsee (Emission Control Areas) in einem seinerzeit wirtschaftlichen herausfordernden Umfeld, haben die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Akteure des KSSV eindeutig unter Beweis gestellt. Daher lohnt es sich diesem eine entsprechende Aufmerksamkeit zu geben und Rahmenbedingungen, Entscheidungen, Investitionen und Förderungen den Bedürfnissen anzupassen“, empfiehlt spc Geschäftsführer Markus Nölke. „Alle Innovationen werden zunächst im KSSV angewendet, sei es der Einsatz von Flettner Rotoren, Hybrid Technologie oder von Liquefied Natural Gas (LNG). Davon profitiert die globale Schifffahrt. Gleiches gilt für die Entwicklung autonom fahrender Schiffe. Mit der „Yara Birkeland“ wird in Kürze das erste voll autonom und emissionsfrei fahrende Seeschiff im KSSV in den Dienst gestellt. Dadurch ist der KSSV eine starke Alternative für die verladende Industrie zur Durchführung umweltfreundlicher und effizienter Transporte“, ergänzt Nölke.

Noch ein weiterer Aspekt unterstreicht die Vorteile. In der globalen Schifffahrt sind die Märkte, vor allem jedoch das Volumen mit 90% Anteil am gesamten interkontinentalen Transportaufkommen weitestgehend aufgeteilt. Eine weitere Unbekannte sind drohende Handelskriege und politische Unwägbarkeiten in den globalen Märkten wie z.B. Brasilien. Hier bietet der KSSV mit dem europäischen Markt weiteres Potenzial als Alternative zum klassischen Straßentransport, allerdings nicht als Konkurrent, sondern als starker Partner der multimodalen Transportkette, in der der Anteil der wassergebundenen Transportwege allerdings deutlich höher sein sollte. 

Zu dem zweitägigen Spitzentreffen der maritimen Branche erwartet der Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann rund 800 Teilnehmer.  Am 22. Mai werden auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann in Friedrichshafen eintreffen. Für den zweiten Konferenztag haben sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und EU-Kommissar Günther Oettinger angekündigt.

Mit dem Standort Friedrichshafen als Austragungsort der Konferenz soll die Bedeutung der maritimen Wirtschaft für Deutschland insgesamt unterstrichen werden. Das spc sieht darin auch eine gute Möglichkeit die Vernetzung des Binnenlandes mit der maritimen Wirtschaft zu stärken. Bestmögliche Hinterlandanbindungen per Wasserweg, Schiene, Straße und Binnenhäfen­ – als multimodale Schnittstelle –  sind eine unabdingbare Voraussetzung für den weiteren Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

 

Über das SPC

Das ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (spc) ist ein nationales Kompetenz-Center zur Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs und der Binnenschifffahrt im Rahmen multimodaler Transportketten. Aufgabenschwerpunkt des spc ist die neutrale Beratung von Verladern und Spediteuren. Im Vordergrund steht dabei die Vermarktung der Potenziale auf den Wasserstraßen. Dadurch soll zum einen ein Beitrag zur Entlastung des Verkehrsträgers Straße geleistet und zum anderen an einer besseren Vernetzung mit der Wasserstraße mitgewirkt werden. Weitere Arbeitsinhalte sind die Unterstützung von Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) wird das spc getragen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, den Fachverbänden der Branche sowie Unternehmen aus Schifffahrt, Hafen, Logistik und Verladerschaft. Aktuell zählt das Kompetenz-Netzwerk über 60 Fördermitglieder.
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Kontakt:

Markus Nölke, Geschäftsführer
Tel: +49 (0)228 - 300 4890
E-Mail: presse@shortseashipping.de

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