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Nach über einem Jahrhundert der Dampf- und Dieselschifffahrt erleben Segelantriebe auf kommerziellen Frachtschiffen eine überraschende Renaissance. Moderne Windhilfsantriebe - von Flettner-Rotoren über Starr-Segel bis hin zu Zugdrachen - versprechen Kraftstoffeinsparungen von 10 bis 30 Prozent ohne grundlegende Änderung des Schiffsbetriebs. Für den Short Sea Shipping-Bereich können sie einen erheblichen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.

Die wichtigsten Windantriebstechnologien

Verschiedene Ansätze konkurrieren derzeit um die Gunst der Reedereien:

Praxisbeispiele im europäischen Short Sea Bereich

Wirtschaftlichkeit und Investitionskosten

Die Wirtschaftlichkeit von Windhilfsantrieben hängt stark von Kraftstoffpreisen, Route und Windverhältnissen ab. Bei aktuellen Bunkerpreisen amortisieren sich Rotor-Segel-Systeme für die meisten Schiffe innerhalb von 5 bis 8 Jahren - eine attraktive Rendite im Vergleich zu anderen Nachrüstungsoptionen. Der zusätzliche Nutzen durch geringere ETS-Kosten verbessert die Wirtschaftlichkeit weiter.

Besonderheiten für Short Sea Shipping

Im Kurzstreckenverkehr ergeben sich spezifische Vor- und Nachteile:

„Wind ist kostenlos und CO2-neutral. Es wäre töricht, ihn nicht zu nutzen - vorausgesetzt, die Technologie ist ausgereift und zuverlässig."

Ausblick

Analysten erwarten, dass bis 2030 über 1.000 Handelsschiffe mit Windhilfsantrieben ausgerüstet sein werden - ein Großteil davon im europäischen Short Sea Segment. Die Kombination aus Windhilfsantrieb und alternativen Kraftstoffen wie LNG oder Bio-Methanol könnte für viele Short Sea Reedereien der schnellste Weg zur erheblichen Emissionsreduzierung sein.

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