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Roll-on/Roll-off-Schiffe - kurz Ro-Ro - sind die unbesungenen Helden des europäischen Short Sea Shippings. Millionen von LKW-Trailern, PKW und anderen Fahrzeugen werden jährlich über europäische Fährstrecken transportiert. Ohne Ro-Ro-Dienste wären viele innereuropäische Lieferketten schlicht nicht funktionsfähig.

Was ist Ro-Ro-Schifffahrt?

Bei Ro-Ro-Transporten werden Fahrzeuge und Trailer auf eigenen Rädern (oder auf Trailern) direkt über eine Rampe auf das Schiff gefahren - daher der Name „Roll-on/Roll-off". Im Gegensatz zu Lo-Lo-Schiffen (Load-on/Load-off, also mit Kränen) entfällt der zeitaufwändige Umschlagsprozess. Das macht Ro-Ro ideal für zeitkritische Güter und kombinierte Straße-See-Transporte.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen:

Europas wichtigste Ro-Ro-Routen

Route Hauptanbieter Tägliche Abfahrten
Rostock - Trelleborg TT-Line, Stena, Finnlines 6-8
Puttgarden - Rødby Scandlines bis zu 24
Dover - Calais/Dunkerque DFDS, P&O 40+
Cuxhaven - Immingham (UK) DFDS 3-4
Kiel - Göteborg Stena Line 1-2

Wirtschaftliche Bedeutung

Ro-Ro-Fähren ermöglichen eine nahtlose Verlängerung des Straßentransports über See - der Fahrer fährt seinen Trailer auf die Fähre, die Ware bleibt die gesamte Transportkette über im selben Fahrzeug. Das reduziert Umschlagskosten und -risiken erheblich.

Ro-Ro in Europa - Schlüsselzahlen

Trends und Entwicklungen

Der Ro-Ro-Markt entwickelt sich dynamisch. Folgende Trends prägen ihn aktuell:

Fazit

Ro-Ro-Fähren sind integraler Bestandteil des europäischen Güterverkehrssystems. Für Transportunternehmen, die Ware zwischen Ländern mit langen Küstenlinien transportieren - etwa Großbritannien, Skandinavien oder die iberische Halbinsel - sind sie oft die einzig sinnvolle Alternative zum reinen Landweg.

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